
Ortsmuseum Beringen. 2024
Der Erweiterungsneubau in Holzbauweise ergänzt das bestehende Ortsmuseum in Beringen als zeitgemässe Neuinterpretation des «Schaffhauser Hauses». In Anlehnung an die regional verankerte Bautradition entwickelt der Neubau deren charakteristische Prinzipien in einer eigenständigen, zeitgenössischen Architektursprache weiter. Diese Auseinandersetzung mit der lokalen Baukultur wurde mit der Auszeichnung als «Schaffhauser Haus» gewürdigt.
Der Neubau fügt sich präzise in den historischen Bestand und die gewachsene Struktur des Ensembles ein. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den archäologischen Spuren des ehemaligen Schlosses Beringen zu, die im Zuge der Bauarbeiten freigelegt wurden. Teile der historischen Umfassungsmauer, des einstigen Wassergrabens sowie eines mittelalterlichen Kellers zeugen von der weit zurückreichenden Geschichte des Ortes. Die archäologischen Befunde wurden erhalten und bewusst in den Neubau integriert, wodurch die Geschichte des Schlosses als Teil des Museums unmittelbar erlebbar wird.
Die klare Formensprache und die natürliche Materialität des Holzbaus treten in einen selbstverständlichen Dialog mit der historischen Bausubstanz. Alt und Neu werden dabei nicht als Gegensätze verstanden, sondern als unterschiedliche Zeitschichten eines kontinuierlich weiterentwickelten Ortes. So stärkt die Erweiterung die bestehenden Qualitäten des Ensembles, macht historische Spuren sichtbar und schafft zugleich neue, flexibel nutzbare Räume für Ausstellung und Begegnung.
Nutzung Museum
Auftrag direkt - Stiftung Ortsmuseum Beringen
Aufgaben Entwurf. Planung. Realisierung
Baujahr 2022 - 2024
Fotografie Berger Hammann Architekten, Jenny Menz












